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Das sind ja ganz neue Töne, die die traditionell Raldrambo-geile Münchner Lokalpresse da anschlägt. Statt Horrormeldungen à la „Radl-Raser erschreckt Dackel Waldi (12)“ darf mein freudentränenfeuchtes Auge Schlagzeilen lesen wie

Radler wollen mehr Platz – Politik zögert (AZ, 26.3.)
Grüne: Radloffensive geht viel zu langsam (Merkur, 28.2.)

„Offensive“ – ganz ohne Kriegsvokabular geht es wohl doch nicht. Aber immerhin eine gewisse Verbesserung gegenüber dem Angriffskrieg vom letzten Frühjahr, als Polizei, Politik und Medien gemeinsam über uns Geißel der Stadt herfielen. Und wenn der Herr Bürgermeister Monatzeder über Lösungen für Lindwurmstrasse oder Innenstadtdurchquerung nachdenkt (ganz neue Probleme, die da angegangen werden, wir diskutieren ja auch erst seit 2004), ist das imer noch besser, als wenn er seinen Status als selbsternannter Radlbürgermeister dadurch festigt, dass er Radler von ihrem Gefährt „herunterzieht“, ein schönes Beispiel, dem unsere Polizei gerne nachkommt.

Aber wer die aktuellen Artikel zuende liest, erfährt, dass sich vor 2014 nichts tun wird. Schliesslich ist da Wahl, und wer will schon die Autofahrer gegen sich haben. Es ist also noch nicht nötig, nach fliegenden Schweinen Ausschau zu halten.

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