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Schau an, schau an, die Engländer: Bis jetzt fielen die ja nicht gerade als Vorreiter auf, was den Radverkehr angeht; der Anteil des Radverkehrs liegt weit hinter dem mitteleuropäischen Durchschnitt, und so weiter.

Jetzt hat aber kein geringerer als die „Times“ eine Initiative ins Leben gerufen:

„Cities fit for cycling“

Der Anlass ist ein Trauriger: am 4. November wurde eine Mitarbeiterin der Zeitung durch einen Radunfall mit einem LKW so schwer verletzt, dass sie seither im Koma liegt.

Das hat aber dazu geführt, dass die Zeitung im großen Stil Dampf macht.
Die Ergebnisse sind bereits jetzt eindrucksvoll: Die Parlamentarier beteiligen sich an der Diskussion, Mittel werden locker gemacht (in London: immerhin 15 Mio aus einem 110 Mio-Paket) , unzählige Prominente unterstützen die Aktion, andere Städte folgen dem Beispiel. Sogar das Ausland bewegt sich, Italien hat seine Unterstützung angekündigt, und die Wiener Zeitung hat die Kampagne für Wien im Radmanifest adaptiert.

Wer bei Twitter am Ball bleiben will: #cyclesafe

Fragen tut man sich trotzdem: Man sieht jetzt, welchen Einfluss die Medien haben können. Warum muss da erst was im persönlichen Umfeld geschehen?
Warum sieht und hört man von der Aktion in der deutschen Medienlandschaft nichts?

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