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Endloses Drama um vernünftige Lösung für die Nymphenburger Straße – bis jetzt: Viel Geld ausgegeben für Nichts – BA-Vorsitzender -von Beruf Polizist- stellt Falschparker-Interessen über legale und moderne Radverkehrsführung

Nymphenburgerstrasse: Wie wir Radfahrer wissen, ist der Radweg an der Nymphenburger Straße einer der gefährlichsten und unangenehmsten Münchens.

(Wir berichteten bereits verschiedentlich darüber)

Er selbst ist zu eng, und er macht den Gehweg noch enger. Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern entstehen bereits, wenn zwei Fußgänger nebeneinander gehen wollen.

Dazu kommen rund 60 (!) Grundstücksausfahrten pro Fahrtrichtung allein zwischen der Landshuter Allee und dem Stiglmaier Platz. Dafür tummeln sich die PKWs auf der überbreiten Fahrbahn, ohne recht zu wissen, was sie mit dem vielen Platz anfangen sollen, mal nebeneinander, mal hintereinander.

Die Straße wäre ein erstklassiger Kandidat für komfortable, moderne und sichere Radstreifen auf der Fahrbahn. Und das sogar, ohne den Autos was wegzunehmen, was ja für die meisten Politiker ein absolutes Tabu zu sein scheint.

2013 – Sanierung für viel Geld ohne Effekt

 

Aber es ist nicht so, dass sich nichts täte: Der Bezirksausschuß Maxvorstadt hat sich wiederholt mit dem Thema befasst. 2013 wurden die Radwege-Oberflächen für nicht wenig Geld erneuert, was einen der schlechtesten Radwege Münchens zu einem der schlechtesten Radwege Münchens mit der schönsten Oberfläche beförderte.

2014 – „Radweg entspricht nicht heutigen Standards“

 

2014 wurde der Radweg erneut Thema (https://www.muenchen-transparent.de/dokumente/3503936), und man kam zu dem Schluss:

Angesichts des hohen Radverkehrsaufkommens sind die Verhältnisse für den Radverkehr auf den Radwegen im Zuge der Nymphenburger Straße beengt und entsprechen nicht mehr den heutigen Planungsstandards.

So sieht nachhaltige Verwendung von Steuermitteln aus im Bezirk Maxvorstadt.

Weiters schrieb man:

Eine Verbreiterung der Radwege ist jedoch wegen der angrenzenden schmalen Baumgräben und der ohnehin bereits verhältnismäßig schmalen Gehwege nicht möglich.

Tipp an die Herrschaften vom BA: Es ist tatsächlich erlaubt, sich auch mal anzusehen, wie viel Platz insgesamt auf der Strasse wäre. Es ist nicht so, dass im Grundgesetz steht, dass Autostraßen unantastbar sind!

Aber es geht noch weiter:

Die Radwege wurden 2013 umfangreich im Bestand saniert und im Rahmen der örtlichen Möglichkeiten punktuell verbessert, wodurch sich die Situation für den Radverkehr  im Rahmen des örtlich Möglichen bereits merklich verbessert hat

Der Rahmen des Möglichen wäre weitaus größer, aber der scheint nicht im Rahmen des für Betonköpfe denkbaren zu liegen.

2015 – Falschparker gehen vor Radverkehr, sagt ein Polizist

 

Aber es geht noch weiter, denn auch bei der ersten Sitzung 2015 kam das Thema wieder aufs Tapet. Der neue BA-Vorsitzende Christian Krimpmann (CSU – woher auch sonst) lehnt einen Radstreifen auf der Nymphenburger Straße im Stadtteilblatt „Hallo München“ (4.2.2015) rundheraus ab. Die Begründung ist allerdings originell:

„Dann ist es nicht mehr möglich, in zweiter Reihe zu parken“

Herr Krimpmann ist im Zivilberuf übrigens Polizeibeamter.

 

 

 

 

 

 

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