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Was unterscheidet die Verkehrsmoral von Radfahrern und Autofahrern? Radfahrer halten sich an 365 Tagen im Jahr nicht an die Verkehrsregeln, Autofahrer nur an 364. Die Ausnahme war der vergangene Donnerstag, der Tag des europäischen Blitzmarathons. Trotz überall veröffentlichter Lage der Kontrollstellen und des riesigen medialen Aufwands gingen selbstverständlich Zehntausende ins Netz. Gefühlt sei, so die Polizei, der Verkehr „merklich gemütlicher“ unterwegs gewesen.

Ein Rückschluss auf die generelle Bereitschaft der autofahrenden Verkehrsteilnehmer, Regeln einzuhalten, blieb in diesem Fall selbstverständlich aus, man istjaauchAutofahrer und es ging auch nicht um Radfahrer.

Aber nur die Ruhe, seit gestern ist wieder alles beim Alten, ihr dürft wieder Gas geben und auf uns schimpfen :D

In der Maxvorstadt, genauer: bei der FH an der Ecke Dachauer/Loth, räumte eine abbiegende Autofahrerin einen Radwegbenutzer ab. Da an der Kreuzung eine recht schwachsinnige Radweg-Furt existiert, stand ein Laternenmast bereit, gegen den das Opfer prallte. Dabei erlitt es einen Fußbruch und verlor mehrere Zähne.

Selber schuld, meint die Polizei, schließlich trug er keinen Helm, außerdem wird ermittelt, ob sein Licht funktioniert hatte.

http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen/zentrum/auto-erfasst-radfahrer-schwer-verletzt-4896156.html

http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen/zentrum/radfahrer-kollidiert-auto-schwer-verletzt-4895366.html

Eine geöffnete Autotür verhalf einem weiteren Radler in der Agnesstrasse zu einem verlängerten Krankenhausaufenthalt. Immerhin war das Auto „ordnungsgemäß abgestellt„, wie die Polizei versichert. Da der Hinweis auf den fehlenden Helm fehlt, ist anzunehmen, dass er keine große Hilfe dabei war, die Hirnblutung und das schwere SHT zu verhindern.

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