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München, Rosenheimer Straße: Die Stadtführung hat einen Lösungsvorschlag erarbeitet.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/neue-plaene-fuer-die-rosenheimer-strasse-wo-es-fuer-radfahrer-eng-wird-1.2326972

Die gute Nachricht: Sogar den Benzinköpfen von der CSU scheint aufgegangen zu sein, dass ihre Idee von der „alternative Routenführung“ für den Radverkehr ein ganz großer Käse ist. Der neue Lösungsvorschlag sieht eine Radspur auf der Rosenheimer Straße vor.

Die schlechte Nachricht: Auch die 4 Fahrspuren sollen bleiben. Parkplätze sollen selbstverständlich erhalten bleiben. Das heißt für den Radverkehr: die Radstreifen werden nur 1,50m breit, Überholen wird also quasi unmöglich sein.

Man sieht einmal wieder, dass man von einer GroKo vieles erwarten kann, nur kein visionäres Arbeiten. Erhalt des Status Quo bei gleichzeitigem Ignorieren des Trends, bis er einem so laut ins Gesicht schreit, dass man nicht mehr anders kann.

Spannend auch der Wortbeitrag von ÖDP-Stadträtin Sonja Haider, die von „allen Seiten“ fordert, „Kompromisse einzugehen“.

der mucradblogger meint: Liebe Frau Haider, dem stimme ich im Grundsatz ja zu.

Aber: Der gesamte nicht-motorisierte Verkehr geht in München andauernd Kompromisse ein zu Gunsten des Autoverkehrs. Seit Jahrzehnten. Finden sie nicht, dass sich die Balance, was das akzeptieren von Kompromissen angeht, mal etwas mehr ins Gleichgewicht schieben könnte?

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