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Die Berliner Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, will dieses Jahr das Modell „Begegnungszonen“ in Berlin an zwei Stellen pilotieren. Das Modell „Begegnungszone“ enthält dabei Dinge wie die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer, „Vortritt“ für Fußgänger und Tempo 20. Idee ist es, zu erreichen, dass alle aufeinander Rücksicht nehmen.

Klar, dass das die CDU oder der ADAC solche Unverschämtheiten nicht durchgehen lassen können. Wie formuliert es Oliver Friederici (CDU) so nett?

„Es wird wieder einmal deutlich, dass der Autoverkehr zurückgedrängt werden soll. Die Tempo-30-Zonen sind schon an vielen Stellen überflüssig, jetzt auch noch Tempo 20 einführen zu wollen, ist absurd“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Oliver Friederici. Die Metropole Berlin müsse vielmehr Mobilität für alle bieten. Es sei daher falsch, die Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen.
(Berliner Morgenpost, 21.7.2011)

Genau. Die Vorrangstellung des Autos, noch dazu innerstädtisch, in Frage zu stellen, das kommt schon Blasphemie gleich. Eine Stadt ist schliesslich nichts, wo man sich wohlfühlen soll, Fußgänger und Radfahrer sind als Mobilitätshindernis zu verstehen.

Der Herr vom ADAC hat auch einen spassigen Vorschlag: Er meint, dass im Gegenzug das Autofahren in Fußgängerzonen erlaubt sein soll.