Eine interessante Diskussion mit einem Lokalpolitiker führte Euer mucradblogger an diesem Wochenende auf Facebook (FB).

Stadtrat Thomas Schmid postete erst im Juli begeistert von einer Schulungsreise nach Amsterdam und Rotterdam zum Thema Radverkehr. Er sei mit „eine[r] große[n] Schale mit Ideen im Gepäck“ zurückgekommen.

Wie diese Ideen aussehen, stellte er einen Monat mit einem Eilantrag im Stadtrat unter Beweis, mit dem spezifischen Ziel, die Radstreifen in der Gabelsberger Straße, Landsberger Strasse und Grünwalder Strasse zurückzunehmen, und dem übergeordneten Ziel, solche „Alleingänge“ des KVR künftig zu verhindern.

Hier der Antrag im Worlaut: http://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/ANTRAG/3754800.pdf

Auf diesen klitzekleinen Widerspruch habe ich ihn auf FB angesprochen. Es entspann sich eine höchst interessante Diskussion, im Laufe derer ich einiges dazulernte (man lernt ja nie aus).

Zu Beispiel erfuhr ich:

– die Niederländer haben absolute Anarchie auf den Strassen, von Staatsseite toleriert. Nur deswegen funkioniert die Chose.

– mehr Radverkehr ist ganz böse für unsere armen behinderten Mitmenschen.

– Wenn ein CSUler in einen Antrag schreibt: „Die vor kurzem durchgeführten Maßnahmen[…]/Gemeint sind: Radverkehrsanlagen)[..] schränken die Leistungsfähigkeit dieser wichtigen Hauptverkehrsstraßen erheblich ein und führen zu Dauerstau. Es bestehen
massive Beeinträchtigungen nicht nur des Berufsverkehrs, sondern auch der Anwohner und der anliegenden Gewerbebetriebe.
„, meint er natürlich „zur Verbesserung der Sicherheit der Radfahrer“.

– Wer das nicht erkennt, ist Fanatiker.

– Wer ein Foto von sich im Radtrikot zeigt, ist mindestens „MAMIL“, höchstwahrscheinlich Kampfradler, und auf jeden Fall nicht ernst zu nehmen.

– wer Verkehrspolitik a la CSU nicht mag, kann ja auswandern

(Gut, den letzten Punkt hatte ich mir insgeheim bereits gedacht)

Zum Nachlesen hier der Link:

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=897183893661873&id=636652626381669

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