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Wenn München Glück hat, steht der Slalom am Olympia-Berg vor dem endgültigen Aus, berichtet die „sz“.

Obwohl das Unternehmen nach dem eindeutigen Veto der Bügrer von München, Garmisch-Partenkirchen und Reit im Winkl zur Olympiabewerbung bereits deutlich an Fahrt verloren hatte, wurde der (ursprünglich auf 5 Jahre angelegte) Vertrag mit der „FIS“ erst 2014 verlängert.

bisher 3 von 5 Mal dem Wetter zum Opfer gefallen

In diesen bisherigen 5 Jahren fiel der Slalom bereits drei Mal aus, einmal konnte er nur „mit der Brechstange“ (Zitat) durchgeführt werden. Dieses Werkzeug ist nach der Olympia-Abstimmung gottlob vom Tisch, zu eindeutig war das Votum gegen modernen Medien-Sport der Bürger. Denen in jedem Fall, Ausfall oder Durchführung, alljährlich 3 Monate Großbaustelle statt Park und Bagger statt Olympiasee blieben.

Es fehlt am Geld

Woher der Sinneswandel? Es fehlt  nicht nur wahrscheinlich wieder am Schnee, sondern auch am Geld.

Eine paradoxe Situation: Die Versicherung hat „bessere Schneevorsorge“ gefordert. (Wie das ökologisch verträglich geschehen soll, bleibt offen). Der DSV will diese Kosten, die im übrigen nicht näher beziffert sind, nicht übernehmen, obwohl er, bzw. die FIS, unterm Strich der einzige Profiteur des mit Gewalt in die Anlage gequetschten Events ist.

Dem klassischen Alpinski-Sportbetrieb brechen allmählich die Zuschauer weg, was die Sponsoren unglücklich macht. Mit „City-Events“ erhofft man sich, verlorengegangenes Publikum zurückzugewinnen, verkennt dabei aber trotz eindeutiger Anzeichen, dass der Zuschauer mittlerweile Transparenz und auch ökologische Nachhaltigkeit bewusst zur Kenntnis nimmt.

Die Stadt könnte ein paar (wenn auch nicht substantielle) Euro für den Unterhalt des Parks zu erwirtschaften, zeigt sich ebenfalls unlustig, die magere Marge weiter zu reduzieren, zumal politisch der Rückhalt schwindet.

Genaues ist (warum?) schwierig zu ermitteln, die wenigen erhältlichen Zahlen deuten darauf hin, dass unterm Strich bereits bisher den Münchner bürgern ihr Olympiapark 3 Monte lang für deutlich unter 1 Mio € abzukaufen war.

Ein einmaliges Bauwerk des 20. Jahrhunderts

Es steht zu hoffen, dass endlich auch an den maßgeblichen Stellen die Erkenntnis reift, dass die Sorte „Mega-Event“, wie sie Olympiaspiele, aber eben auch solche in ungeeignete Regionen verpflanzte Events wie der „City-Slalom“ ein Anachronismus sind, den man als nach vorn blickende Metropole nicht mitmachen muß.

Es mag für Regionen, die vom Wintersport wirtschaftlich profitieren, sinnvoll sein, den Ski-Zirkus als Werbeplattform zu nutzen, nur wo passt München in diese Gleichung?

Der Olympiapark ist nach Expertenmeinung ein städtebaulich einzigartiger Meilenstein und eines der prägenden architektonischen Anlagen des 20. Jahrhunderts mindestens in Deutschland, wenn nicht weltweit.

Es wäre schön, wenn auch in unserer Stadtverwaltung sich die Überzeugung durchsetzen würde, dass die Anlage in ihrer Gesamtheit ein Schmuck für München ist und nicht nur ein lästiger Kostenfaktor.