Schlagwörter

, ,

Deutsche Realtität in der „Radlhauptstadt“ (bzw: wahrscheinlich wohl ex-Radlhauptstadt) anno 2014.

Situation: Der mucradblogger verdient seine Brötchen bei einem alteingesessenen Industrieunternehmen, das mittlerweile zum Konzern aufgestiegen ist. Der Standort platzt aus allen Nähten. Ein Teil der Belegschaft, darunter wir, wird in ein anderes Gebäude verlagert, das einige Meter entfernt vom Campus liegt. Die hochrangige Konzernspitze tritt an, um Fragen dazu anzunehmen.

Wichtigste Frage Von Allen (natürlich): Werden genügend Parkplätze zur Verfügung stehen? (Wie bisher im Firmenparkhaus parken und dann die 10 Minuten per pedes zurückzulegen, ist natürlich indiskutabel und würde außerdem nicht als „Arbeitszeit“ gelten)

Lassen wir mal beiseite, dass es eine U-Bahn-Station vor der Haustüre gibt und das ganze Gelände im Stadtgebiet liegt. Lassen wir ebenfalls beiseite, dass diese Frage mit großer Ernsthaftigkeit diskutiert wird, die ebenfalls gestellte Frage nach Fahrrad-Abstellplätzen dagegen mit mildem Gespöttel beiseite gewischt wird. Es gibt eine längliche Diskussion über das wichtige Thema.

Später: Diskussion der Fragestunde unter Kollegen. Großes Gejammer, weil für 250 Arbeitsplätze nur 60 Parkplätze geplant sind.

Wieso wird man eigentlich angeschaut, als wäre einem gerade ein dritter Arm gewachsen, wenn man anmerkt, dass das doch passen würde: 60 Autos, jedes hat 4 Sitzplätze…?!

Advertisements