Kinotipp: Mädchen mit Fahrrad – vor über 100 Jahren war das Fahrrad in unseren westlich geprägten Kulturen ein wichtiger Mosaikstein im Prozess zur Gleichberechtigung, wie unter anderem der lesenswerte Artikel „Annie Londonderry“ schön beschreibt. Jetzt kommt ein Film in die Kinos, der erzählt, wie Ähnliches gerade in den islamisch geprägten Ländern stattfindet. „Das Mädchen Wadjda„, der Debutfilm der saudi-arabischen Regisseurin Haifa Al-Mansour, gewann beim Filmfestival in Venedig drei Preise und wurde international von Kritik wie Publikum gefeiert. Jetzt kommt er in die deutschen Kinos.

Wadjda der Film - Bild (c) Razor Film

Wadjda der Film – Bild (c) Razor Film

In München im City Filmtheater und im Leopold.

Radschnellweg Ruhr und die CDU: Was ist da denn los im Pott? Anno 2011 beschloß man dort die Planung des „Radschnellweg Ruhr“: Zwischen Hamm und Duisburg soll eine Trasse für Fahrradpendler entstehen. Ein durchaus ambitioniertes Projekt, wie dieser Folienssatz zeigt. Zwar nicht ganz billig mit 110 Mio €, dafür allerdings auch 80km lang. Also rund 1,375 Mio/km. (Zum Vergleich: Autobahnen für richtige Verkehrsteilnehmer kosten ca 26 Mio €/km, wie „Monitor“ herausfand…). 2011 war auch die Essener CDU noch Feuer und Flamme, wie dieser Beitrag auf der Webseite der CDU-Fraktion zeigt.
Damals jubelte Evelyn Heep, Sprecherin der CDU-Fraktion für Bau und Verkehr:

„Eine tolle Idee! Vor allem für Vielfahrer und Berufspendler könnte eine solche Strecke eine Alternative zum ÖPNV oder Auto sein“.

Hach, was sind sie Grün und progressiv, die Christdemokraten!

Mittlerweile ist allerdings Wahljahr, und wie wir wissen, wählen nur Autofahrer schwarz. Also 180° kehrt marsch… Uwe Kutzner, planungspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion:

„110 Mio. Euro für eine 85 km Radautobahn durch das Ruhrgebiet sind ein stolzer Preis. Denn es geht eigentlich nur um ein zusätzliches Freizeitangebot“

Was der Grundhaltung der bürgerlichen Parteien zum Raverkehr wohl eher entspricht. Radfahren tut man als Freizeitvergnügen, erntsthafter Verkehr findet mit Motor statt. Brumm! Wie kommentiert „der Westen“ zurecht: „Alle Welt setzt auf Radverkehr, nur Essen nicht.

Stimmen zum KanzlerInnen-Besuch auf der Eurobike: Der „Gelegenheitsradler“ hat auf der Eurobike Stimmen aus der Branche zum Besuch der Kanzlerin gesammelt. -> http://gelegenheitsradler.de/2013/08/23/eurobike-branchentoene-zum-messe-besuch-bundeskanzlerin/#more-2112

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