Schlagwörter

Soodele, die X-Games sind überstanden, das heißt, fast, denn so eine gute Woche Schwerlastverkehr darf der gemeine Münchner wohl noch erdulden, bevor er seinen Park von der Olympia-Profit GmbH zurückbekommt.

Apropos Profit: Das ist ja das Killer-Argument, warum man mit dem Olympiapark alles anstellen darf: Er ist halt so teuer, gell. Leider ist dem Stadtkämmerer herausgerutscht, was die X-Games eingebracht haben: Nix. sie haben die Stadt 3,3 Millionen gekostet.

– Kleine Nebenrechnung:
(Achtung, liebe Stadträte, es wird kompliziert, bei Verständnisproblemen die Milchfrau um Erläuterung bitten)

X-Games: -3.300.000
Ski-Spektakel: +700.000.€

-> Netto 2,6 Mio draufgezahlt.

Das heißt, für die drei Monate, die wir uns eine Braunkohlegrube statt eines Olympiasees, Sichtschutz, Sperrgitter und Wachleute statt eines „demokratischen Parks“ (die Idee der Architekten) ansehen, und uns vor 30-Tonnern und Gabelstaplern in Sicherheit bringen, statt Spazieren zu gehen, zahlen wir, und gar nicht wenig.

Selbstverständlich ist der Gegenwert da:
Millionen Menschen hat sich München als hippe, coole, jugendlich-dynamische Stadt präsentiert – man muss schliesslich mal weg vom Image der lederbehosten Bierdimpfl. Dies ist auch der Grund, warum die Halle mit einer extrem coolen, hippen, jugendlichen stilisierten Almhütte dekoriert war. Auch hübsch: Das Bierfaß-Hindernis! Hollerei-Dulliöh!

Der Erfolg läßt sich am gigantischen Zuspruch der Internet-Gemeinde ablesen, manche der offiziellen Videos erreichen bereits Raten von über 4000 „Klicks“ und lassen damit Internet-Hits wie „ich packe meinen Fernseher aus und filme mich dabei“ locker hinter sich.

Ach ja, Sport war auch noch, zumindest so was ähnliches. Von 16 eingeladenen Mountainbikern erreichten 6 das Finale und 10 das Krankenhaus  – edith meint: bzw: wollten dort lieber nicht hin und verzichteten daher auf den Start. Einer verletzte sich bereits vorab beim Eisbachsurfen. Die Quote bei den Skateboardern war ähnlich. Die Motocrosser verlagerten wegen des Regens in die Halle.

Alles in allem: Ein durchschlagender Erfolg, auf den München und die Olympiapark GmbH stolz sein kann!

Advertisements