Schlagwörter

,

Die „Times“ hat vor einiger Zeit ihre Initiative „Cities fit for Cycling“ gestartet – wir berichteten. In diesem Rahmen erscheinen immer wieder interessante Artikel. Zum Beispiel dieser:

„Crashes involving bikes mostly drivers fault“

Wichtig zu wissen ist, dass „driver“ den Autofahrer meint. Der Radler wäre ein „rider“ oder „cyclist“.

Hier bei „road.cc“ ist die Studie genauer aufgedröselt. Analysiert wurden offizielle Unfallberichtsformulare der Polizei. („STATS19“ – Hier kann man sich einen anschauen. Recht detailliert. Haben die deutschen Polizeibehörden etwas in dem Detailgrad? Wenn ja, dann sicher mit dem Feld „Verhielt sich der Radfahrer rücksichtslos“ und schon vor-angekreuzt…). Die Auswertung ist diesem (lesenswerten) Radfahr-Strategiepapier entnommen. Kennt jemand etwas ähnlich ausführliches von irgendeiner deutschen Kommune oder „Radl-Hauptstadt“?

Zurück zur Unfall-Analyse. Es ergab sich, dass in 68% der Unfälle zwischen Radfahrer und Automobil der Autofahrer die Schuld trug. In 20% der Fälle der Radfahrer. In den restlichen Fällen war „beide schuld“ oder „keine Angabe“ angekreuzt.

Ebenfalls interessant die Angaben zu Unfällen zwischen Radfahrern und Fußgängern. Hier war die Verursacher-Verteilung 60% Fußgänger – 40% Radfahrer.

Auch die Ursachen wurden analysiert. Bei den Autofahrern ist „failing to look properly“ (duh..) Spitzenreiter mit 21%, gefolgt von „rücksichtsloser Fahrweise“ (13%), „Fehleinschätzung der Geschwindigkeit oder Richtung des Radfahrers“ (10%) und „mangelndem Abstand“ (10%).

In dem Bericht wird auch gesagt, dass die „üblichen Verdächtigen“ Ursachen dafür, dass Radfahrer in Unfälle verwickelt werden, nämlich dunkle Kleidung, fehlende Beleuchtung oder Mißachtung von Ampeln, nur in 2-2,5% der Unfälle eine Rolle spielten.

Advertisements