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Die Verkehrsminister schlagen Alarm, weil der Zustand deutscher Strassen „dramatisch schlecht“ sei. Dr. Peter Ramsauer ist derselben Meinung: „Zu lange ist zu viel vernachlässigt worden„, so Hobbypianist Ramsauer.

Da hat er recht. Man sollte den/die Verantwortlichen mal an den Löffeln ziehen, wer war noch gleich Bundesminister für Verkehr..?

Es fehlen, je nachdem, wen man fragt, 2,5 Milliarden jährlich (DIHK-Chef Eric Schweitzer). Oder auch 7,2 Milliarden – „zurückhaltend geschätzt“ (NRW-Verkehrsminister Groschek), ein gewisser Unterschied, aber wer wird sich über Kleinigkeiten aufregen, das ist geade mal eine zehntel Bankenpleite Differenz…

Aber, um der Wahrheit die Ehre zu geben, es ist nicht so, dass Herr Dr. Ramsauer in seiner Amtszeit (seit 2009) nichts dagegen unternommen hätte, und er weiß auch, wo anfangen: Die Bundesmittel für den Radwegebau wurden bereits von 100 Mio auf 50 Mio halbiert. Begrüßenswert! Das erspart uns so manchen Zweirichtungsradweg mit gelegentlichen Seitenwechsel für erhöhten Nervenkitzel an Bundesstrassen, die das Verkehrsministerium als den Gipfel moderner Fahrradinfrastruktur zu betrachten scheint.

Wir sind zuversichtlich, dass der findige Peter auch die übrigen 2,495 Milliarden (beziehungsweise 7,195 Millarden in NRW) auch noch irgendwo auftreibt.

Wie meint der schleswig-holsteinische Kollege Meyer so treffend:

„Für den Wirtschaftsstandort Deutschland gilt aber: Beides, Bildung und Infrastruktur, ist gleichermaßen wichtig“

Fargt sich nur noch, wieviele Meter Autobahn entsprechen einem Abitur?