Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , ,

Anscheinend läuft gerade ein Wettbewerb im Verein der „Politiker, von denen noch nie jemand gehört hat“, wer den schwachsinnigsten radpolitischen Vorschlag in die Zeitung kriegt. FDP-Mann von Lüdeke hat ja schon mal schwer vorgelegt, das konnte der schwäbische Landtagsabgeordnete Dr. Löffler/CDU, offensichtlich ein Mann mit Vision (Sein politisches Leitbild beginnt er auf seiner Homepage mit „Baden-Württemberg ist einzigartig in seiner Weltoffenheit[..]“), natürlich nicht auf sich sitzen lassen.

Sein Konter ist nicht ganz so phantasievoll wie von Lüdekes Steilvorlage, man merkt, dass er IBM-Manager ist und nicht Marketingfachmann. Er wünscht sich nämlich eine Maut für Elektrofahrräder, wie die Stuttgarter Nachrichten berichten.

Die Begründung ist auch Klasse:

Damit ließe sich „sehr viel Geld einbringen“ – da lacht das Schwabenherz natürlich! Da ist jedes weitere Nachfragen nach dem Sinn überflüssig, money talks.

Und was tun mit der ganzen Kohle? Klar, natürlich Radwege bauen!

[..]E-Bikes [werden] erheblich vom Staat subventioniert. Insofern könnten deren Nutzer an den Kosten doch beteiligt werden, wenn für sie auch noch eigens neue Radwege gebaut würden, argumentiert der CDU-Politiker. „Wir können nicht immer nur einseitig die Autofahrer belasten.“

Genau, die armen Autofahrer, die Melkkühe der Nation, sie und die notleidende Automobilindustrie würde natürlich nie einer subventionieren, etwa mit Strompreisausgleich oder Abwrackprämien, gell, Herr Dokter?

Und die Radwege dienen, ehm, welchem Zweck nochmal?

Da springt (im selben Artikel) der Verkehrsminister und Helmpflichtvorreiter Winfried „Styrobrain“ Hermann von den Grünen bei:

„Der Bau von Radwegen rechne sich auf lange Sicht[…] sie [leisten] einen Beitrag zur Stauvermeidung“

Womit wir beim Punkt wären: Freie Fahrt für Porsche und Daimler, so sieht schwarze und grüne Verkehrspolitik aus.