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Die Verwüstungen, die der Sturm „Sandy“ ausgelöst hat, haben wir alle noch vor Augen. Zu den betroffenen Gebieten gehörte auch New York.

In Teilen von Manhattan war über Tage all das nicht vorhanden, was normalerweise dort den Verkehr am Laufen hält: U-Bahnen fuhren nicht, Verkehrsampeln hatten keinen Strom, Benzin war nur wenig verfügbar.

Die New Yorker, berühmt für ihr Imrovisationsgeschick, lösten das Problem auf ihre Weise und stürmten die Radgeschäfte, wie „DNAinfo.com“ berichtet. Manche Radhändler verkauften fünfmal mehr Räder pro Tag, die Mechaniker waren ausgebucht, außerdem wurden spontan Reparaturstationen und sogar „Valet Parkings“ eingerichtet. Auf manchen Brücken in New York sollen „endlose Radfahrerströme“ gesichtet worden sein :)

Blogger Daniel Honan stellt in seinem Artikel „DIY Urbanism“ fest, dass trotz oder wegen der plötzlichen Vielzahl von Radfahrern und Fußgängern und der Abwesenheit von Verkehrsampeln sich der Verkehr sicherer anfühlte und die New Yorker im Verkehr erheblich rücksichtsvoller und freundlicher miteinander umgingen als sonst:

„The streets actually seemed safer even though the traffic lights were all out downtown. New Yorkers actually seemed more aware of each other and genuinely more attentive to each others‘ needs. It was as if part of our brains had suddenly turned on, allowing us to creatively re-imagine the human environment around us. „

Das mag zum Teil auch an dem typischen „Zusammenhalten“ gelegen haben, die sich nach solchen Katastrophen einstellt. Und es wäre naiv zu glauben, dass der Effekt anhält… aber es mag bei dem Einen oder Anderen den Beginn eines Denkprozesses ausgelöst haben.

Ebenfalls beachtenswert ist der zweite Gedanke, den Honan entwickelt:

„While many urban centers have used top-down planning to build necessary infrastructure like bike lanes to support transportation alternatives, the viability of these improvements will ultimately be determined from the bottom-up“

Das Umdenken fängt bei den Einzelnen an.