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Die Strassen gehören den Autofahrern,  alle anderen, insbesondere Radfahrer, sind Störenfriede. Das wissen wir alle, unser Verkehrsminister denkt schließlich auch so. So schön deutlich ausgesprochen hat das aber noch selten jemand wie John Griffin, Chef der Londoner Minicab-Firma „Addison Lee“. Seiner Meinung nach liegt der Grund für Fahrradunfälle einfach daran, dass Radfahrer nicht Radfahren können.

„Should a motorist fail to observe a granny wobbling to avoid a pothole or a rain drain, then he is guilty of failing to anticipate that this was somebody on her maiden voyage into the abyss. The fact is he just didn’t see her and however cautious, caring or alert he is, the influx of beginner cyclists is going to lead to an overall increase in accidents involving cyclists.“

Konsequenterweise hat der gute Mann jetzt seine Fahrer angewiesen, das Gesetz zu missachten und die „Bus Lanes“ zu benutzen. Die sind in London eigentlich Bussen, Radfahren und lizensierten „Black Cabs“ vorenthalten, und bieten Radfahrern eine verhältnismäßig sichere Fahrbahn. Mit der Taktik hatte er bereits 2010 Erfolg, auf einem Straßenabschnitt der M4 wurde das bereits von seiner Firma exerziert. Es sammelten sich 200 Tickets und 130 gerichtliche Vorladungen für seine Taxler. Alle Verfahren wurden allerdings eingestellt, als die Verwaltung recht schnell seiner Linie nachgab und die Regelung änderte.

Dass Mr.Griffin den Tories in den letzten Jahren 250.000 Pfund Spenden hat zukommen lassen, hat damit natürlich nichts zu tun.

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