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Innenminister Herrmann hat ja bei der aktuellen Stunde im bayerischen Landtag zum Thema Übergriffe von Polizeibeamten auf Bürger im September 2011 gesagt, die Polizei „verdiene keine derartige Kritik, sondern ein herzliches Dankeschön„.

Die Passauer Polizei will sich offensichtlich ihr eigenes Dankeschön verdienen. Dabei folgten sie wohllöblich dem Münchner Vorbild – wir berichteten.

Was ist passiert? Zivilbeamte zerrten einen nächtlichen Rot-Radler vom Rad, wobei sich dieser nicht unerheblich verletzte, und nahmen ihn aufs Revier mit, wo er im Hof des Gebäudes nocheinmal so unglücklich hinfiel, dass er das Bewußtsein und ein paar Büschel Haare verlor.

Wie der Zufall so spielt, war die Videoüberwachungskamera des Reviers gerade in diesem Moment irgendwie indisponiert, im Revier hat garüberhaupt niemand irgendwas bemerkt, die drei Zeugen, die das übertriebene Vorgehen der Polizisten bestätigten, waren alle unglaubwürdig, und die Haare hat sich der gute Mann (im Zivilleben Zahnarzt) natürlich selber ausgrissen. („Herr Richter, er hat mich angegriffen. Er schlug immer wieder sein Kinn gegen meine Faust“)

Daher ist völlig klar, dass der Staatsanwalt das Verfahren gegen die Polizisten einstellte, das gegen den Radfahrer (Widerstand etc.) aber einleitete.

Der Arzt läßt sich jetzt vom Anwalt Hartmut Wächtler vertreten, der ebenfalls die Opfer, äh, Angeklagten des Prügeleinsatzes in Rosenheim vertritt. Man wird sehen, was dabei herauskommt…

Artikel in der SZ
Artikel bei Telepolis
Artikel bei fefe

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